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4. Juli 2017

Urlaub oder Aktien?

Jetzt beginnt Sie wieder: Die Urlaubssaison – für viele die schönste Zeit des Jahres. Als Reiseweltmeister lassen wir Deutschen uns das Reisen einiges kosten. Ob Strandurlaub auf Mallorca, Kreuzfahrt in der Karibik oder Kulturtrips in tolle Städte und ferne Länder: Im Schnitt gibt jeder Deutsche im Jahr 4.307 Euro für Reisen aus. Viele sparen sogar extra dafür – deutlich lieber übrigens als für die private Altersvorsorge. Kein Wunder. Denn erstens ist das menschliche Gehirn auf die schnelle Belohnung programmiert – der anstehende Urlaub bringt daher mehr Befriedigung als das langfristige Sparen für den Ruhestand. Und zweitens sorgt die Nullzins-Phase dafür, dass mittlerweile 80 % der Deutschen unzufrieden sind mit ihren Sparanlagen.

Warum deutsche Sparer trotzdem kaum Anstalten machen, ihr Anlageverhalten zu ändern, bleibt mir ein Rätsel. Kaum eine andere Nation erwirtschaftet mit ihren Ersparnissen so magere Renditen wie wir Deutschen. Trotz bereits seit 2009 andauernder Tief- und Nullzins-Phase horten deutsche Sparer nach wie vor rund 80 % ihrer Ersparnisse in Zinsanlagen, davon rund je die Hälfte bei Banken und Versicherungen. Rendite aktuell: zwischen 0 und 1 %. Bei einer aktuellen Inflationsrate von knapp 2 % in den ersten fünf Monaten dieses Jahres, verliert damit der Großteil der Ersparnisse langsam aber sicher an Wert. Die Deutschen sparen sich so langfristig regelrecht arm.

Blick über die Grenze

Dass es anders geht, zeigt der Blick ins Ausland. Ob Amerikaner, Japaner, Australier oder unsere direkten Nachbarn aus Schweden, Frankreich oder Holland: Überall investieren Sparer einen deutlich höheren Anteil ihrer Ersparnisse in Aktien als hierzulande. Und das mit Erfolg. So erwirtschafteten die fleißigen ausländischen Aktiensparer seit Beginn der Tiefzinsphase in 2009 mit internationalen Aktien durchschnittlich über 14 % Rendite pro Jahr. Damit haben sie ihr Geld seit 2009 an der Börse mehr als verdreifacht. Deutsche Zinssparer hingegen haben im gleichen Zeitraum unter Berücksichtigung der Inflation eine Nullrunde gedreht.

aktionaersquote international

Dabei sind es doch gerade wir Deutschen, die unsere heimische Wirtschaft durch Fleiß und Disziplin zur Konjunkturlokomotive im Euro-Raum gemacht haben. Wir können stolz sein auf unsere florierenden Konzerne wie BMW, Daimler, Bayer oder BASF, die ihre Produkte weltweit verkaufen und Milliardengewinne erzielen – und einen Teil davon als Dividende ausschütten. Allein in 2017 beglücken die 30 DAX-Konzerne ihre Aktionäre mit der Rekordsumme von rund 32 Mrd. Euro. Da die Deutschen zwar fleißig arbeiten, sich aber nicht an ihren eigenen Unternehmen beteiligen, fließen davon allerdings über 60 % bzw. rund 18 Mrd. Euro in die Taschen ausländischer Sparer. Für das Geld kann man sich schon die ein oder andere Urlaubsreise leisten – und gleichzeitig noch etwas für den Ruhestand zurücklegen.

Ihre Meinung zählt !

Ich selbst investiere seit 1990 mein Geld in Aktien. Aus meiner eigenen Erfahrung als Aktiensparer und aus den vielen Gesprächen mit unseren über 3.000 Aktienclub-Mitgliedern weiß ich, dass Aktiensparen die mit Abstand ertragreichste Anlageform ist. Umso erstaunter bin ich angesichts der ebenso hartnäckigen wie irrationalen Abstinenz vieler deutscher Anleger gegenüber Aktien. Vielleicht können Sie mir ja helfen, die Abneigung der Deutschen vor der Aktienanlage besser zu verstehen: Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit Aktien gemacht? Und wie denken Ihre Freunde und Bekannte über die Börse? Schreiben Sie mir gern Ihre Gedanken dazu. Ich würde mich darüber freuen!

Mit besten Grüßen

Ihr

Joerg Wiechmann

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