Neuvorstellung: Der vorausschauendste Uranproduzent der Welt

Die USA importieren 94 % ihres Uranbedarfes und sind hochgradig abhängig von anderen Staaten. Der weltweit größte Uranexporteur Kasachstan reinvestiert seine Gewinne unzureichend in die eigenen Projekte, weshalb sich das globale Uranangebot trotz steigender Nachfrage in den kommenden Jahren drastisch verknappen könnte. Die Folge sind höhere Uranpreise. Die amerikanische Firma Uranium Energy Corp. (NYSEMKT: UEC) hat einen langfristigen Plan, an den auch der reichste Mann Asiens glaubt. Zur Zeit bietet sich eine besonders günstige Einstiegschance.

Bild: Nito / Fotolia.com

Uranium Energy Corp. (UEC)

Amir Adnani

UEC Logo

Amir Adnani ist Direktor, CEO und Präsident von Uranium Energy Corp. Er wurde vom Fortune Magazin in die „40 under 40 ones to watch“ -Liste nordamerikanischer Unternehmer aufgenommen und könnte Casey Research zufolge einer von zehn zukünftigen Industrietitanen im Ressourcenbusiness werden.

Uranium Energy Corp. ist ein amerikanischer Uranexplorer und -produzent mit Hauptsitz in Texas. Zur Urangewinning wird die In Situ Recovery (ISR)-Methode angewandt, die kostengünstiger und umweltschonender ist als konventionelle open pit- oder Untergrundminen. Zusätzlich hält UEC eine Pipeline fortgeschrittener Projekte in den US-Bundesstaaten Arizona und Colorado, sowie in Paraguay.

UEC operiert antizyklisch mit System. Seit der Fukushima-Katastrophe im Jahr 2011 hat die Firma konsequent neue Grundstücke erworben und mehr Uran-Bohrlöcher zwecks Exploration produziert als alle übrigen US-amerikanischen Uranproduzenten zusammen.

Uranium Energy Corp Urangürtel Texas

Woher kommt das Uran heute?

Uranium Energy Corp. Geschäftsführer Amir Adnani und auch Fondsmanager Marin Katusa waren vor kurzem keynote speakers auf der World Nuclear Fuel Market Conference im Juni 2015. Besprochen wurde unter anderem die aktuelle Situation der globalen Uranproduktion und deren Entwicklung. Schaut man sich die weltweite Uranproduktion aus dem letzten Jahr an, stellt man fest, dass Kasachstan der mit Abstand größte Produzent ist.

Uranproduktion bis 2014 nach Ländern - Kopie

Kasachstan hat vor 15 Jahren noch sogut wie kein Uran produziert und trägt heute ca. 40% zur globalen Produktion bei. Marin Katusa fomuliert es so: Kasachstan ist wichtiger für den globalen Uranmarkt als die fünf weltgrößten Ölproduzenten (USA, Russland, Saudi Arabien, China, Kanada) zusammen für den globalen Ölmarkt. Die Entwicklung über die Jahre lässt sich im folgenden Chart der World Nuclear Association (WNA) gut erkennen.

Historische primäre Uranproduktion der ehemaligen Sowjetunion und Osteuropa

Historical Uranium production eastern world WNA 2013 Fuel Market Report
Angaben in Tonnen. World Nuclear Association Fuel 2013 Market Report (veröffentlicht Juni 2014).

Die Weltmärkte sind somit also derzeit abhängig von den großen Fördermengen aus Kasachstan. Was Marin Katusa auf der World Nuclear Fuel Market Conference im Juni 2015 unterstrichen hat, ist dass Kasachstan in den vergangenen Jahren das Geld aus der Uranproduktion nur sehr unzureichend in den Sektor reinvestiert hat um stattdessen seine politische Agenda voranzutreiben. Dies wird in den kommenden Jahren bzw. dem kommenden Jahrzehnt dazu führen, dass (nachdem die derzeitigen Uran-Lagerbestände aufgebraucht sind) durch die Verknappung des Angebotes die Uranpreise drastisch steigen müssen!

„One American executive who read my book, came up to me to introduce himself and stated to me he spent years in Kazakhstan working in the uranium mines, and he couldn’t emphasize enough how bad the coming decline to their production will be.“ – Marin Katusa

Auch US-Starinvestor Warren Buffet hat die Lunte gerochen und hat sich nach Angaben von Handelsblatt kürzlich mit einem Drittel (50 Millionen US-Dollar) am Bau eines Brennstofflagers der Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Kasachstan beteiligt. Der Grundgedanke für die Errichtung der Anlage ist IAEA-Chef Yukiya Amano zufolge, dass ein zentrales Uran-Lager die Versorgungssicherheit erhöhen soll und dass nicht jede Nation mit Atomkraft eigene Uran-Anreicherungsanlagen baut – und damit dem international kritisierten Beispiel des Irans folgt.

Der Westen und vor allem die USA sind stark abhängig vom Import

In der folgenden Grafik  der World Nuclear Association ist die Uranproduktion aus Ländern der westlichen Welt mit ihrem Gesamtbedarf (Reactor Requirements) in Verhältnis gesetzt.

Historische primäre Uranproduktion der westlichen Welt

Aus dem WNA Fuel Market Report 2013 von Ian Emsley
Angaben in Tonnen. World Nuclear Association Fuel 2013 Market Report (veröffentlicht Juni 2014).

Mit Ausnahme von Kanada und Australien gibt ein es ein starkes Defizit bei der Uranproduktion in der westlichen Welt. Uranium Energy Corp. ist hauptsächlich in den USA aktiv, einem signifikant unterversorgten Markt, wie er für Investoren von UEC besser kaum sein kann. In meinem

goldgeldwelt.de Artikel: Kernenergie hat eine strahlende Zukunft

habe ich bereits beschrieben, dass von den weltweit 438 betriebsfähigen Atomreaktoren 99 in den USA stehen (fünf weitere sind in Bau). Die amerikanische Uranproduktion kann damit bei weitem nicht mithalten. Katusa Research zufolge müssen die USA 94 % ihres Uranbedarfes importieren (u. a. aus Kasachstan). Das bedeutet zum einen, dass Amerika abhängig von anderen Ländern ist und zum anderen, dass kostengünstige amerikanische Uranproduzenten wie Uranium Energy Corp. in Zukunft eine sehr wichtige Rolle spielen könnten

Uranium Energy Corp: Der Preis ist heiß

Der Aktienpreis von UEC ist kürzlich von ca. 2,85 USD auf 1,25 USD gefallen, wodurch sich heute eine besonders günstige Kaufgelegenheit ergibt. Dieser heftige Preissturz wurde durch eine Short-Attacke verursacht. Auf deutsch: Zocker haben sich UEC-Aktien geliehen, diese sofort verkauft und (öffentlich!) auf einen Kursrückgang spekuliert um die Aktien billiger zurückzukaufen. Dass diese Praktiken überhaupt legal sind ist einfach unglaublich!

Gründe für die negative Presse waren waren unter anderem die Schulden von Uranium Energy Corp. und die Tatsache, dass die Produktion vorerst komplett eingestellt wurde.

Die Schulden werden allerdings Katusa Research zufolge nur von zwei Gläubigergruppen gehalten, die beide große Unterstützer von Amir Adnani und UEC sind. Sprott Asset Management ist eines der einflussreichsten Unternehmen im Bereich Ressourceninvestments. Der Vorsitzende der US-amerikanischen Abteilung ist Rick Rule, dessen Anlagestrategien ich schon länger genau verfolge. Der andere Gläubiger ist Li Ka-Shing, der reichste Mann Asiens.

pic        Rick Rule

Die Tatsache, dass Uranium Energy Corp. seine Produktion vorerst stillgelegt hat, ist meiner Meinung nach ein absolut cleverer strategischer Zug. UEC Geschäftsführer Amir Adnani sieht das große Bild und schont die Ressourcen seines Unternehmens da er weiß, dass die Uranpreise mittelfristig nur steigen können und er den Rückhalt seiner Aktionäre und Gläubiger genießt.

Amir Adnani hat einer Veröffentlichung auf morningstar.com zufolge am 31.07.2015 nochmal knapp 26.000 Aktien seines Unternehmens bei einem Preis von 1,35 CAD nachgekauft und besitzt nun insgesamt über 1,9 Mio UEC-Aktien. Diese starke persönliche Involvierung der Geschäftsführung, im englischen „skin in the game“ genannt, ist ein sehr gutes Zeichen für Anleger, die sich für Uranium Energy Corp. interessieren, weil die Interessen von Management und Investoren vereint werden.

Ich selbst bin von UEC überzeugt und habe bereits investiert. Ich beabsichtige die Aktien mehrere Jahre zu halten. Bitte beachtet, dass ich in diesem Artikel nicht die Anlage selbst, sondern die gründliche eigene Recherche von UEC empfehle! Bitte lest meine Nutzungshinweise.

Alles Gute,

Unterschrift 200x55

Florian Munsch

Gründer und Herausgeber von goldgeldwelt.de

UEC Bild

Quellen und interessante externe Links:

– Uranium Energy Corp. Homepage

– Amir Adnani in der Casey Research NexTen Liste

– Uranium Energy Corp.: Uran In Situ Recovery (ISR) Erklärvideo

– Katusa Research: The Future of Uranium (Juni 2015)

– Stockworld: Warren Buffet kauft Uran (Juni 2015)

– Handelsblatt: US-Starinvestor leistet Millionenbeitrag für Atomlager (Juni 2015)

– World Nuclear Association: WNA 2013 Fuel Market Report (Juni 2014)

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Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Autor besitzt Anteile von Uranium Energy Corp. Es besteht momentan (15.08.2015) keine finanzielle Abhängigkeit zu Uranium Energy Corp. durch Sponsoring oder Werbeverträge.

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