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29. Januar 2020

Tesla überholt Volkswagen! Dieses Unternehmen will amerikanische Elektroautos mit Graphit versorgen

"Tesla ist Stand heute mehr wert als Deutschlands höchstnotierter Autohersteller: Volkswagen. Ja, Aktienkurse können schwanken, aber meine Prognose ist, dass Tesla schon sehr bald seine Marktkapitalisierung verdoppeln wird und Volkswagen und BMW bedeutungslos werden."

Mit diesen starken Worten eröffnete Deutschlands prominenter Investor Frank Thelen einen kürzlich erschienenen Gastbeitrag im Handelsblatt. Der amerikanische Autokonzern Tesla hat es unter der Leitung von Elon Musk geschafft, seinen Börsenwert allein innerhalb der letzten Monate mehr als zu verdoppeln. Auch in Brandenburg soll jetzt eine "Giga-Factory" gebaut werden. Ab Juli 2021 sollen dort jährlich 500.000 Elektrofahrzeuge vom Band rollen.

Der Aufstieg von Tesla spiegelt wieder, dass Elektromobilität eine Zukunftsbranche ist, die bereits heute in rasantem Tempo wächst. Um Elektrofahrzeuge anzutreiben, aber auch für fast alle anderen batteriebetriebenen Geräte wie Laptops und Smartphones, hat sich die Lithium-Ionen Batterie als Standard etabliert. Es gibt zwar aufkeimende Konkurrenz alternativer Batterietechniken, wie der Festkörperbatterie, Experten sehen aber mittelfristig keine Trendwende voraus. Die Lithium-Ionen Batterie wird in den kommenden Jahren weiterentwickelt und immer wichtiger werden. Die nachfolgende Grafik zeigt eindrucksvoll, wie die globale Produktionskapazität in den kommenden Jahren weiter wachsen wird.

Um als Anleger vom Elektromobilitäts- und Batterieboom zu profitieren kann man natürlich direkt in die Automobilbranche investieren. Auch spezialisierte Batteriehersteller, vor allem im asiatischen Raum, finde ich interessant. Doch keine Batterie wird je ohne Rohstoffe gebaut werden.

Ich war als Investor bei Batteriemetallen stets früh mit dabei und das hat sich gelohnt! Anfang 2016 investierte ich in die Lithium Aktien Lithium X (goldgeldwelt Artikel hier) und Wealth Minerals (CVE: WML) und realisierte, als ich 2018 Lithium gegenüber skeptischer wurde, bei beiden Titeln mehrere hundert Prozent Gewinne. Im Mai 2017 stellte ich zum ersten Mal den goldgeldwelt Cobalt-Favoriten Canada Cobalt Works (TSXV: CCW, ehemals Castle Silver Resources) vor und analysierte den Cobalt Markt daraufhin in einem ausführlichen Artikel: „Die Cobalt Investment Idee“. Die Aktie habe ich vor zwei Wochen verkauft. Wer von Anfang an mit dabei war, hat heute gemeinsam mit mir bis zu +300 % Gewinn gemacht. Auch den Vanadium-boom von 2018 habe ich richtig und frühzeitig vorhergesehen, allerdings Gewinnmitnahmen in der ersten spekulativen Welle verpasst.

Neuvorstellung: Lomiko Metals

Nachdem sich sowohl bei Lithium, als auch Cobalt der anfängliche Hype inzwischen beruhigt hat und die Bewertungen der Aktien wieder auf interessantem Niveau angelangt sind, glaube ich, dass beide genannten Rohstoffe mit Blick auf den beschriebenen Megatrend wieder einen genaueren Blick wert sind. Auch Kupferist in seiner Bedeutung für die Elektromobilität und generell für die Elektrifizierung des neuen chinesischen Mittelstandes essenziell. In diesem Artikel möchte ich einen wenig beachteten Rohstoff vorstellen, der jedoch zur Herstellung von Lithium-Ionen Batterien unverzichtbar ist: Graphit.

Die kanadische Explorations- und Entwicklungsgesellschaft Lomiko Metals (ISIN: CA54163Q4097,TSXV: LMR) hält 80% an zwei aussichtsreichen Graphit-Projekten in der kanadischen Provinz Quebec und hat sich zum Ziel gesetzt, speziell für nordamerikanische Elektrofahrzeug-Hersteller eine verlässliche Lieferkette für Graphit direkt aus Kanada zu etablieren.

Graphit ist reiner Kohlenstoff und wird in Lithium-Ionen Batterien als Anode verwendet. Fakt ist, dass 10 bis 20 mal mehr Graphit in einer modernen Batterie enthalten ist, als Lithium. Die Batterien eines Tesla Roadster enthalten 100 kg Graphit. Die Batterien des Tesla Model S und des Nissan Leaf bringen es auf rund 50 kg Graphit pro Fahrzeug.

Graphit in Lithium-Ionen Batterien. Quelle: Visual Capitalist.

Graphit ist ein häufig vorkommendes Mineral, das sowohl synthetisch aus Erdölkoks hergestellt werden kann, als auch natürlich vorkommt. Gemäß einer Studie der Argus Media group kommt ein Großteil des weltweiten Graphit-Bedarfes aus der Stahlindustrie. Nur etwa 13% werden aktuell für den Wachstumsmarkt der Batterien verwendet.

Um Anoden für Lithium-Ionen Batterien herzustellen, wird sowohl synthetisches, als auch natürliches Graphit eingesetzt. Natürliche Graphitflocken mit einer Reinheit von 94-96% gelten als am besten geeignet für die Batterieproduktion. Üblicherweise sind es genau diese natürlichen Graphitflocken, die auf 99,9%iges „sphärisches“ Graphit aufgewertet werden. Die kristalline Struktur des hochreinen sphärischen Graphits gewährleistet eine hohe elektrische und thermische Leitfähigkeit für den Einsatz in Batterien.

Natürlich vorkommende und in Minen abbaubare Graphitflocken stellen nur ca. 1/3 des globalen Graphit-Markes dar. Der Gesamtbedarf an Graphit für Batterien betrug im Jahr 2016 lediglich 120.000 Tonnen. Hauptkonsument ist die Stahlindustrie. Angaben in Tonnen. Quelle: Argus Media group.


Marktpreise für Graphit hängen stark von der Flockengröße und der Reinheit ab. Üblicherweise werden nur kleine und mittelgroße Flocken (-100 mesh) zu sphärischem Graphit für die Batterieproduktion weiterverarbeitet. Wie die nachfolgende Preisübersicht zeigt, kostet hochreines, sphärisches Graphit mit einer Flockengröße von 15 µm (microns) auf dem Markt bis zu 2.800 USD pro Tonne. Solches hochpreisiges, für die Batterieproduktion geeignetes Graphit herzustellen, ist das Ziel von Lomiko Metals.

Marktpreise für verschiedene Reinheiten und Flockengrößen von Graphit. Quelle: Lomiko Metals.

Wie auch bei vielen anderen Rohstoffen, dominiert China den Graphitmarkt mit 67% (2017) der globalen Produktion, gefolgt von Indien, Brasilien und Kanada. Im Jahr 2018 ging in Mozambique die neu errichtete Graphitmine von Syrah Resources (ASX: SYR) in Produktion und förderte bereits im ersten Jahr mit 100.000 Tonnen mehr Graphit, als ganz Brasilien und mehr als dreimal so viel wie ganz Kanada.

Syrah Resources produziert überwiegend 94% C, mit -100 mesh Graphitflocken. Während das australische Unternehmen plant, die Produktion je nach Nachfrage auf bis zu 350.000 Tonnen pro Jahr zu erhöhen und somit vor allem die steigende Nachfrage aus China auf absehbare Zeit zu sättigen, bleibt der Graphitmarkt in Nordamerika herausfordernd.

Lomiko Metals möchte diese Lücke in Nordamerika schließen und eine verlässliche Graphit-Versorgung für den heimischen Markt aufbauen. Das Unternehmen hat auf seinem La Loutre Projekt in Quebec hochgradiges Graphit entdeckt und möchte sich gezielt auf die Produktion des hochpreisigen, direkt für die Batterieproduktion einsetzbaren, sphärischen Graphits fokussieren. Eine vorläufigen ökonomischen Studie (PEA) soll die aktuelle Ressources des Projektes von 4,1 Mt 6,5%igen Graphitmaterials, auf über 10 Mt mit mindestens 10% Graphit erhöhen.

Zum Größenvergleich: Nur 53 km entfernt, liegt die IMERYS Mine, die eine 5,2 Mt Lagerstätte mit 7,42% Graphit im Tagebau abbaut. Das La Loutre Graphitprojekt von Lomiko Metals hat also Größenpotenzial und befindet sich in einer verkehrstechnisch gut gelegenen, bekannten Graphit-Region. Ein 192 km langer Highway verbindet das Projekt direkt mit dem Hafen von Montreal.

Um 100% (bisher sind es 80%) von La Loutre und einem weiteren Graphitprojekt in Quebec zu erwerben und ein Explorationsprogramm von 1.125.000 CAD zu finanzieren, arbeitet das Management von Lomiko Metals, unter der Führung von A. Paul Gill derzeit daran, eine Finanzierungsrunde abzuschließen.

Der Graphit-Markt ist aufgrund des neuen Angebotes aus Mozambique insgesamt angespannt. Auch die Aktie von Lomiko Metals ist deshalb in den letzten Jahren stark unter Druck geraten, hat jedoch seit Jahresbeginn 2020 eine Erholung begonnen. Ein kurzfristig wichtiger Faktor für eine Neubewertung könnte der Abschluss der aktuellen Finanzierung werden, verbunden mit der Ankündigung von Explorationsarbeiten.

Mittelfristig ist die geplante PEA-Studie ein kritischer Erfolgsfaktor für das Unternehmen. In dieser Studie soll nicht nur die ökonomische Machbarkeit einer vergrößerten Ressource dargelegt werden. Auch die von Lomiko Metals geplante Aufwertung des Rohmaterials zum hochprofitablen hochgradigen, sphärischen Graphit soll in der PEA dargelegt werden.


Wenn du an der Aktie von Lomiko Metals Interesse hast, findest du diese unter der ISIN CA54163Q4097 und unter dem Symbol LMR an der TSX Venture Exchange. Weitere Informationen gibt es auf der Unternehmenshomepage und auf www.goldgeldwelt.de.

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Florian Munsch

ist Unternehmer und Investor. Der studierte Biowissenschaftler (M.Sc.) ist seit vielen Jahren auf Edelmetall- und Rohstoffinvestments spezialisiert. Heute teilt Florian als Herausgeber von goldgeldwelt.de sein Wissen, seine Ideen und Erfahrungen in Vorträgen, Artikeln und Videos mit einer rasant wachsenden Community interessierter Privatanleger. Gesellschaftlich liegt ihm die persönliche Freiheit der Menschen besonders am Herzen. Florian ist überzeugt, dass nicht Planwirtschaft, hohe Steuern und staatliche Kontrolle, sondern Freiheit und Verantwortung den Menschen gut tun.

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