Psychedelika fürs Depot

Psychedelische Therapie - Fahrplan für eine breitere Akzeptanz und Nutzung

GoldGeldWelt-Redaktion - 02.12.2021

Psychedelika haben sich bei der Behandlung psychischer Erkrankungen als sehr vielversprechend erwiesen, ihre Verwendung ist jedoch durch rechtliche Hindernisse stark eingeschränkt, die jedoch überwunden werden könnten. Die COVID-19-Pandemie hat die nationale Krise im Bereich der psychischen Gesundheit in den Vereinigten Staaten verschärft. Seit zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Todesfälle durch Drogenüberdosierung exponentiell gestiegen, und die Selbstmordrate hat sich stetig erhöht. Diese Trends spiegeln tiefsitzende Probleme des Gesundheitssystems wider, darunter geringe Investitionen in die präventive psychische Gesundheitspflege und ein Mangel an Innovation in der Psychiatrie. Auf der Suche nach wirksameren Behandlungen erforschen Kliniker den therapeutischen Einsatz psychedelischer Substanzen, einen vielversprechenden Weg zur Bewältigung der Krise im Bereich der psychischen Gesundheit. Es gibt jedoch soziale und rechtliche Hindernisse, die den Einsatz von Psychedelika als Behandlungsoption schwerer machen.

Psychedelika sind eine Klasse von natürlichen und synthetischen Verbindungen, zu denen Psilocybin, MDMA (3,4-Methylendioxymethamphetamin), Ibogain und DMT (Dimethyltryptamin) gehören. Einige Psychedelika werden bereits seit Hunderten oder Tausenden von Jahren von indigenen Gemeinschaften verwendet. Andere wurden erst Anfang des 20. Jahrhunderts synthetisiert. Mitte des 20. Jahrhunderts setzten Kliniker Psychedelika als Hilfsmittel in der Psychotherapie ein und berichteten über eine Vielzahl von Vorteilen. In den 1970er Jahren wurden sie jedoch als kontrollierte Substanzen nach Liste I eingestuft, welche "keinen derzeit anerkannten medizinischen Nutzen und ein hohes Missbrauchspotenzial" haben; dies hemmte die Mainstream-Forschung zu diesen Verbindungen für Jahrzehnte. In den späten 1990er Jahren gab die US Drug Enforcement Administration (DEA) einigen Forschern die Erlaubnis, begrenzte Mengen von Psychedelika zu untersuchen, wodurch die Forschung wieder aufgenommen werden konnte. Inzwischen wurden an führenden Universitäten klinische Studien durchgeführt, und es gibt immer mehr Belege für den Einsatz von Psychedelika wie Psilocybin und MDMA bei der Behandlung von Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen und Angstzuständen am Lebensende. Der Status der meisten Psychedelika in Liste I setzt vielen politischen Empfehlungen Grenzen. Die Beweise, die für eine Aufhebung der Einstufung sprechen, sind überzeugend, insbesondere für Psilocybin, das aus Pilzen gewonnen wird.

Psychedelika fürs Depot

Mind Medicine

Das auch als MindMed (NASDAQ: MNMD) bekannte Unternehmen ist für die Entwicklung von LSD für verschiedene Indikationen bekannt - die am weitesten fortgeschrittene davon steht kurz vor dem Beginn von Phase 2 zur Behandlung von Angstzuständen. MindMed hat die Studie mit LSD-Neutralisatoren konzipiert, die bei unerwünschten Ereignissen die halluzinogene Wirkung bei den Patienten in weniger als 30 Minuten abstellen.

Darüber hinaus arbeitet der Konzern auch mit dem Universitätsspital Basel zusammen, um LSD-Therapien für Indikationen wie Clusterkopfschmerzen zu entwickeln, und hat andere Psychedelika in mehreren frühen klinischen Studien. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen 204 Millionen Dollar von Investoren erhalten. MindMed wird auch von Bruce Linton, dem ehemaligen Mitbegründer von Canopy Growth, unterstützt. Das Unternehmen hat jetzt eine Marktkapitalisierung von 1,2 Mrd. US-Dollar. Die Aktie des Gesundheitsunternehmens ist im letzten Jahr um 960 % gestiegen. Anleger könnten MindMed gegenüber den anderen Unternehmen bevorzugen, da das Unternehmen derzeit über die am stärksten diversifizierte Pipeline im Bereich Psychedelika verfügt, die eine Vielzahl von Indikationen abdeckt.

Cybin

Das Flaggschiff von Cybin (NYSE: CYBN) ist ein Psilocybin, das über einen sublingualen Film verabreicht wird und zur Behandlung von Depressionen untersucht wird. Die

Eine placebokontrollierte Phase-2-Studie wird im Laufe dieses Jahres beginnen und zwölf Monate dauern.

Cybin entwickelt aber nicht nur psychedelische Drogen. Zurzeit arbeitet das Unternehmen mit dem Neurotechnologie-Unternehmen Kernel zusammen, um psychedelische Erfahrungen in Echtzeit zu quantifizieren. Die hier gewonnenen Daten sind sehr wertvoll, da sie wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, wie neue Moleküle auf neurologische Störungen wirken könnten.

Seit seiner Gründung hat das Unternehmen mehr als 88 Millionen kanadische Dollar von Investoren erhalten. Derzeit hat es eine Marktkapitalisierung über 308 Millionen US-Dollar. Seit der Börsennotierung im vergangenen November ist die Aktie um 217 % gestiegen. Wenn die Dynamik anhält, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg.

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