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22. Juni 2021

Präsidentschaftswahlen in Peru: Riesenchance für Cerro de Pasco Resources?

Die Rahmenbedingungen, unter denen Bergbaufirmen ihre Projekte durchführen, sind in hohem Maße abhängig von der Regierung und Gesetzgebung eines Landes. Es bleibt also nicht aus, dass Neuwahlen und damit verbundene Politreformen den Status Quo bestehender Projekte fundamental beeinflussen können. So traten kürzlich in Peru die Präsidentschaftskandidaten Keiko Fujimori und Pedro Castillo gegeneinander an, doch der Wahlausgang ist zurzeit umstritten. Von den weiteren Entwicklungen hängt ab, wie es mit den Bodenschatz-Projekten des Landes weitergeht. Das betrifft natürlich auch Cerro de Pasco Resources.

Über Cerro de Pasco Resources Inc.

Das kanadische Ressourcen-Managementunternehmen Cerro de Pasco Resources Inc. aus Saint-Sauveur (Québec) ist seit 2018 börsennotiert. Im Explorationsfokus liegen Deponien, Lagerstätten von Abraum und sogenannten „Tailings“ (feinkörnige Produktionsrückstände im Schlamm) sowie Mineralressourcen.

Angrenzend an die peruanische Tagebaumine „Cerro de Pasco“ von Volcan Companía Minera SSA (eine Tochtergesellschaft von Glencore) besitzt das Unternehmen die Konzession „El Metalurgista“ mit der Erzhalde „Excelsior“ und der Tailings-Deponie „Quilacocha“. Das dort vorhandene Material soll unter Einsatz moderner Technologie und Streben nach optimalen ökologischen, sozialen und rechtlichen Grundlagen aufbereitet werden – so der Plan.

Zank ums Wahlergebnis erschüttert Peru

Der Termin für besagte Präsidentschaftswahl in Peru war bereits am 06. Juni. Die Abstimmung endete damit, dass Castillo das Rennen machte – den Auszählungen gemäß lag er mit einem Vorsprung von einigen Hinterkomma-Prozentstellen vor seiner Mitbewerberin. Die allerdings zweifelt das Ergebnis an und forderte die Annullierung der Wahl. Seitdem kommt es in Peru immer wieder zu lauten Kundgebungen beider Lager; das nationale Wahlgericht muss jetzt über die Legitimität der Wahl entscheiden und dazu Tausende Wahlbeschwerden auswerten. Derweil lenkt Interimspräsident Francisco Sagasti in der unübersichtlichen Situation die Staatsgeschäfte.

„Peru Libre“ für Wirtschafts- und Sozialreformen

Der Wahlkampf in Peru ist also noch nicht entschieden. Das Präsidentenamt dürfte jedoch aller Wahrscheinlichkeit tatsächlich dem linksgerichteten Castillo zufallen. Der hatte im Wahlkampf vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten punkten können; kritisierte er doch bestehende Wirtschafts- und Marktmodelle, bei denen die Interessen der unmittelbar Betroffenen auf der Strecke bleiben und versprach Abhilfe.

Mehr Umweltschutz und letztlich mehr „Sozialismus“ – so steht es auf Castillos Agenda. Seine Partei „Peru Libre“ konzentriert sich auf brennende Probleme in Bereichen wie Soziales, Wirtschaft, Ökologie und Institutionen. Vor allem Nachhaltigkeit ist dabei ein zentrales Thema. Auch die Einbeziehung von Gewerkschaftsführern in verschiedenen Regierungsinstanzen steht auf seiner Agenda. Der Staat soll marktregulierend eingreifen, Reichtum umverteilen und verstaatlichen.

Nachteil für den Bergbau? Aktien im Absturz!

Teile dieses Regierungsprogramms versetzen nun speziell eine Branche im Land in Unruhe: den Bergbau. Was könnten im Fall eines Wahlsiegs aus den anvisierten Reformen für große Projekte im Land folgen? Anleger jedenfalls sehen angesichts der Situation Grund genug zur Vorsicht beziehungsweise zum vorläufigen Abstandnehmen. Das ist deutlich daran zu sehen, dass die Kurse sowohl bei Explorern als auch Produzenten im Zuge des Polit-Geschehens unter Druck geraten.

Tatsächlich wurde auch die Aktie von Cerro De Pasco Resources seit den Wahlkampfwirren abwärts gezogen. Allerdings ist es möglicherweise gerade dieses Unternehmen, für das ein Wahlsieg Castillos sogar gegen allgemeine Trends einen erheblichen Aufwind mit sich bringen könnte.

Minen-Anrainer stimmen für Castillo: Grandiose Chance für Cerro de Pasco Resources? 

Fakt ist: Die Bewohner der Stadt Cerro de Pasco und der Verwaltungsregion Pasco sind mit überwältigender Mehrheit auf Seiten Castillos. Den Auszählungen nach entfielen etwa 75 Prozent der dortigen Stimmen auf den „Peru Libre“-Kandidaten. Das kann fraglos als eindeutiges Statement gehen die aktuelle Situation vor Ort, sowohl auf sozialer als auch umweltpolitischer Seite aufgefasst werden. Deren beherrschender Faktor ist die von Volcan (Glencore) betriebene Mine „Cerro De Pasco“. Aber auch institutionelle Faktoren spiegeln sich in diesem Resultat wider.

Die Mine als sozio-ökologische Katastrophe

Die jahrhundertelange Geschichte der Mine ist von zahlreichen Fehlentwicklungen und Rücksichtslosigkeit gegenüber Menschen und Umwelt geprägt. Tatsächlich gilt „Cerro de Pasco“ als die, so das „Handelsblatt“, „dreckigste Mine der Welt“. Das anfängliche Untertagebergwerk wurde um 1630 von den Spaniern angelegt, doch seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde hier in industriellem Maßstab abgebaut: Kupfer, Silber, Zink und Blei. Das Megaprojekt ist heute eine gigantische Tagebaugrube von 1,5 Kilometern Länge, achthundert Metern Breite und 400 Metern Tiefe.

Was als Wohlstand begründendes Unternehmen begann und die Stadt Cerro De Pasco zur einst zweitgrößten Stadt Perus machte, erweist sich für die Menschen vor Ort heute als Desaster. Nicht nur aufgrund der schieren Ausmaße: Im Lauf der Jahrzehnte und unter verschiedenen Betreibern und einer zwischenzeitlichen Verstaatlichung gab es etliche Umweltskandale mit fatalen Auswirkungen auf Leben und Gesundheit der Anwohner. Das örtliche Trinkwasser ist durch die Abwässer des Minenbetriebs nicht konsumierbar, die Böden unter anderem mit Blei belastet. Die einst prächtige historische Stadt ist längst der Grube zum Opfer gefallen – sie war ausgerechnet auf der Hauptmineralisierung erbaut worden.

Faktisch gilt die temporär verstaatlichte und anschließend wieder reprivatisierte Riesengrube als Parade-Negativbeispiel für destruktive Auswirkungen des Bergbaus auf Mensch und Umwelt. Aktuell ist das staatliche, aber privatrechtliche Unternehmen AMSAC mit der Sanierung von Bergbau-Umweltbelastungen (nicht nur in der Region Pasco) betraut.

Abraum-Recycling zur Sanierung: Lokaler Support für Cerro de Pasco Resources 

Tatsächlich ist es daher gerade das Engagement von Cerro De Pasco Resources, das von der örtlichen Gemeinde mit Begeisterung aufgenommen wird. Denn: Die Kanadier wollen nicht primär mehr „frische“ Bodenschätze ausbeuten. Vielmehr geht es bei dem Explorationsprojekt um das Recycling von im Abraum der Mine enthaltenen Rohstoffen. Verbunden sind diese Planungen mit aufwändigen und bereits sehr konkret vorangeschrittenen Umwelt-Sanierungsplänen.

Cerro de Pasco Resources verfügt über eine sogenannte „SLO“ (Social License to Operate). Die bestätigt, dass ein Projekt (hier das Abraum-Recycling mit Sanierungsplan) in der Wahrnehmung durch örtliche Interessensgruppen als akzeptabel und positiv bewertet wird. Eine solche „soziale Betriebserlaubnis“ ist in Zeiten, in denen ESG-Anlagekriterien (ESG: Environment, Social, Governance) auch für Investoren einen immer größeren Stellenwert einnehmen, ein hoher immaterieller Vermögenswert.

Cerro de Pasco Resources strebt einen nachhaltigen Wandel an, einen Geschäftsansatz, der sich nicht ausschließlich an einer Gewinnmaximierung orientiert, sondern die Akteure vor Ort einbezieht und in seinen Tätigkeiten das Bestmögliche für soziale und Umweltfragen leistet.

„Green Mining“ mit neuesten Technologien

Die Pläne würden bei ihrer Umsetzung dazu beitragen, dass die Langzeitschäden durch den jahrzehntelangen rücksichtslosen Abbau abgemildert würden. Das bedeutet handfeste wiedergewonnene Lebensqualität für die ortsansässige Bevölkerung. Die Exploration der Abraumhalden würde darüber hinaus der Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit im Umfeld der Mine nachhaltig förderlich sein.

Cerro de Pasco Resources hat längst entsprechende Informations- und Aufklärungskampagnen gestartet, um den Akteuren von Ort diesen verantwortlichen Ansatz und die positiven Effekte aus der Sanierung nahe zu bringen. Mit Erfolg: Das Unternehmen genießt starken Rückhalt in den lokalen Gemeinden; ein Bonusfaktor, der das Standing im Vergleich zu anderen Bergbauakteuren deutlich verbessert.

Positionsverbesserung gegenüber Glencore?

Sollte die Wahl Castillos bestätigt werden, wird er Cerro de Pasco Resources somit sicherlich keine Steine in den Weg legen. Das Projekt genießt nicht nur breite Unterstützung der Bevölkerung, verspricht zugleich aber auch möglichen wirtschaftlichen Nutzen.

Denn Investitionen in den Bergbau werden auch künftig ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein; verantwortungsbewusst und nachhaltig gestaltet, wird auch eine künftige Regierung hier nicht hemmend (und selbstschädigend) eingreifen. Zudem versprechen Ansätze wie jene von Cerro de Pasco Resources Lösungen für die sozialen und ökologischen Probleme, die sich über lange Zeit in der Region aufgebaut haben.

Umgekehrt könnte das Konstrukt Volcan/Glencore angesichts der von Castillo anvisierten Reformen ein erhöhtes Interesse daran haben, von Investments in „Cerro de Pasco“ Abstand zu nehmen und eher zu „deinvestieren“. Das wiederum steigert für Cerro de Pasco Resources gegebenenfalls die Chancen, einen vorteilhaften Deal mit Volcan/Glencore einzufädeln. Die Kanadier verhandeln nämlich mit dem Besitzer der Mine über den Ankauf von Liegenschaften im Stadtgebiet von Cerro de Pasco; bis heute ist allerdings noch keine Einigung erzielt worden. Möglicherweise bringt nun die Einsetzung des neuen Präsidenten den entscheidenden Anschub, um diese Aktion in Bewegung zu setzen.

Gute Karten und Investment Highlights

Fazit: Die Verunsicherung, die durch den wahrscheinlichen Wahlsieg Castillos für die in Peru angesiedelte Bergbauszene entsteht, dürfte speziell Cerro de Pasco Resources kaum tangieren, beziehungsweise ganz im Gegenteil nennenswerte Vorzüge verschaffen. Ein auf ESG-Richtlinien fokussiertes und zu aufwändigen Umweltsanierungen entschlossenes Unternehmen, das durch das Abraum-Recycling zudem doch einen bedeutenden wirtschaftlichen Beitrag generiert, sollte unter gegebenen Umständen zu einem echten Vorzeigeprojekt werden. Gerade angesichts der sehr speziellen Historie der Tagebaumine und dem lokalen Support stellt sich die Situation wesentlich positiver dar, als die ersten bedenklichen Reaktionen für die Branche glauben machen.

Auch für Investoren sollten - neben all den bereits erwähnten positiven Ausblicken - die Aktien von Cerro de Pasco Resources nach wie vor eine attraktive Option darstellen. So verfügt das Projekt über hervorragende Ressourcen an der Oberfläche – es muss nicht mehr umfassend und ergebnisoffen exploriert werden. Bei der Entwicklung können hohe Anfangsinvestitionen vermieden werden, da die Möglichkeit besteht, nicht ausgelastete Verarbeitungsanlagen und verfügbare Maschinen in der Nähe zu nutzen und Synergien mit anderen Bergbauunternehmen anzustreben.

Die anstehenden Explorationen sollten den Beweis dafür erbringen, dass der Gehalt verwertbarer Rohstoffe im Abraum wesentlich höher ist als in historischen, National-Instrument-konformen, aber nur für einen Teil des Geländes vorliegenden Schätzungen angenommen. Resultate aus dem „Quilacocha Tailings“-Becken dürften in Bälde vorliegen.

Generell ist das Team von Cerro de Pasco Resources – sowohl das Management als auch die technische Abteilung - bekannt dafür, innovative Lösungen zu gestalten und verfügt dabei über eine sehr gute Erfolgsbilanz.

Nicht zuletzt kann der Effekt der aktuell sinkenden Kurse der in Peru verankerten Bergbauunternehmen zu einer neuen Investitionswelle führen: Die Aktien sind momentan preiswert zu haben; eine Konsolidierung der Projekte im möglichen neuen Regierungsrahmen sollte mittelfristig wieder zu einer Normalisierung führen.

Peru ist für das Florieren der Inlandswirtschaft nach wie vor auf die Nutzung seiner Mineralressourcen angewiesen. Die Konzentration auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sollte letztlich für alle Beteiligten zu einer Gewinnsituation führen.

Wer an der Aktie von Cerro de Pasco Resources Inc. Interesse hat, findet diese an der kanadischen Canadian Securities Exchange (CSE) unter dem Kürzel CDPR und an deutschen Börsen unter der WKN A2N7XK. Weitere Informationen gibt es auf der Unternehmenshomepage und auf goldgeldwelt.de.

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Redaktion

Goldgeldwelt.de ist ein Investment-Informationsportal mit Fokus auf Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe. Chefredakteur Florian Munsch ist Kapitalmarktexperte, Investor und Journalist und findet zusammen mit seinem Team potenziell lukrative Investmentideen für deutschsprachige Anleger

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