Megatrend Digitalisierung

Jörg Wiechmann - 04.10.2019

Ob Kleinunternehmen oder Weltkonzern: Das Thema Digitalisierung steht heutzutage ganz oben auf der Agenda vieler Firmen. Kaum ein Unternehmen kann es sich leisten, die sich aus der Digitalisierung ergebenden Einspar- und Automatisierungschancen ungenutzt zu lassen. Kein Wunder also, dass die Aktien der großen Tech-Konzerne seit Jahren an der Börse brillieren. Schließlich profitieren die Digitalkonzerne nicht nur davon, dass sie der analogen Konkurrenz das Leben im direkten Wettbewerb schwer machen und sich, wie bspw. der Online-Händler Amazon, einen immer größeren Teil vom Kuchen des weltweiten Einzelhandels herausschneiden. Auch in Branchen, in denen die Digitalkonzerne nicht in unmittelbare Konkurrenz zu alten analogen Platzhirschen treten, verdienen sie zunehmend mit.

Überall dabei

Automobile werden beispielsweise durch intelligente Fahrassistenz-Systeme bis hin zum autonomen Fahren immer digitaler. Energieversorger sind aufgrund der Zunahme des Anteils regenerativer Energien und deren dezentraler Natur zunehmend auf digitale Optimierung ihrer Stromnetze angewiesen. Und analoge Bankfilialen inkl. der in ihnen abgeschlossenen Geschäfte weichen mehr und mehr dem für den Kunden komfortableren und nicht an Öffnungszeiten gebundenen Online-Banking. Kaum eine Branche also, die nicht essenziell von der Digitalisierung betroffen ist und in der folglich Digitalkonzerne nicht zunehmend mitverdienen. Dafür müssen Google nicht einmal eigene Autos bauen, Strom produzieren oder Bankdienstleistungen anbieten – man verkauft einfach sein Technologie-Know-How an Daimler, BMW, Eon, RWE, Dt. Bank und sichert sich so branchenübergreifend einen immer größeren Anteil an der globalen Wertschöpfung.

Dabei ist die Digitalisierung keinesfalls beschränkt auf Unternehmen. Spätestens seit Erfindung des iPhones im Jahr 2007 ist das Thema Digitalisierung auch im privaten Bereich angekommen. Heute besitzen bereits über 3 Milliarden Menschen ein Smartphone - und damit fast 50% der Weltbevölkerung. Noch eindrucksvoller die Zahl der kleinen digitalen Hilfsprogramme, die auf iPhone installiert werden: Allein im letzten Jahr wurden weltweit über 200 Mrd. dieser sogenannten „Apps“ gedownloadet. Egal, ob die Mitteilung an Freunde, das Bearbeiten und Austauschen von Fotos, die Flug- und Hotelbuchung oder die Sitzplatzreservierung bei der Bahn: für fast alles gibt es heutzutage eine App, die einen auch im Privaten Dinge einfacher, schneller oder billiger erledigen läßt, als in der analogen Welt.

Winner takes it all

Digitalisierung ist also ohne Frage ein echter Megatrend. Noch dazu einer mit einer Besonderheit: Digitale Geschäftsmodelle tendieren zum „winner takes it all“-Prinzip - und damit zur Monopolbildung. Wer analog shoppen geht, kann das weltweit in Millionen Einzelhandelsgeschäften. Wer hingegen online einkauft, landet mit großer Wahrscheinlichkeit bei Amazon. Will ein Unternehmen in der analogen Welt auf sich und seine Produkte aufmerksam machen, kann es in unzähligen regionalen Zeitungen sowie zahlreichen Radio- und TV-Sendern werben. Wer in der digitalen Welt auf sich aufmerksam machen will, muss dahin gehen, wo der potentielle Online-Konsument sucht und kommt folglich um Google kaum herum. Und wer sich online mit Freunden vernetzt, tut das nicht auf einer x-beliebigen Social-Media-Plattform, sondern dort, wo er auch alle seine Freunde findet: auf Facebook, Instagram oder bei WhatsApp – allesamt Teile des Facebook-Imperiums.

Auch als Investor sollte man dem Megatrend Digitalisierung Rechnung tragen. Im IAC tun wir das, indem wir Aktien aus der Technologiebranche seit je her ein hohes Gewicht einräumen. So machen auch aktuell unsere Technologie-Aktien um Apple, Microsoft, Samsung, Google, Facebook rund 25% unseres Fondsportfolios aus. Das macht sich nicht nur kurz-, sondern wie bei einem echten Megatrend zu erwarten, vor allem langfristig bezahlt. Sowohl zum Zugewinn unseres IAC-Club-Fonds im laufenden Jahr in Höhe von über 15% als auch an der Rendite von über 100% in den letzten 10 Jahren haben unsere Technologie-Aktien erheblich beigetragen.

Weitere relevante Beiträge zu diesen Themen finden Sie unter  EVFacebook  und  Amazon .

Jörg Wiechmann

GoldGeldWelt Gastautor

ist Geschäftsführer der TOP Vermögensverwaltung und des Itzehoer Aktien Clubs (IAC). Sein Spezialgebiet sind internationale Qualitätsaktien. Durch jahrzehntelange Erfahrung als institutioneller und privater Investor hat Jörg Wiechmann eine herausragende Kapitalmarktexpertise aufgebaut, die er in seinem IAC Monatsbericht und auf GoldGeldWelt regelmäßig teilt.

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