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12. Mai 2021

Gerüchte über US-Atomstrom-Subventionen pushen Uran-Werte wie Cameco, NexGen, Denison, Uranium Energy, Energy Fuels und Skyharbour Resources

Während hierzulande der zügige Ausstieg aus der Atomenergie angestrebt wird, stehen in den USA Kernkraftwerke aus anderen Gründen vor der Schließung. Gerade bei älteren Typen drohen ausufernde Kosten für den Betrieb und die Sicherheit, das Energiegeschäft unrentabel zu machen. Doch der Zeitpunkt für Kraftwerkschließungen könnte ungünstiger nicht gewählt sein, denn emissionsfreie Energie ist ein wichtiger Faktor für die Klimaagenda. Offenbar steuert die US-Regierung nun mit Subventionsplänen für Atomkraftwerke gegen – sehr zur Freude der Märkte, wo Uran-Werte einen Aufwärtsschub verbuchen konnten. Davon profitieren letztlich auch Urandeveloper & Explorer wie zum Beispiel Skyharbour Resources (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096) in Kanada.

Allerdings: Ganz Genaues weiß man (noch) nicht. Laut einem Bericht des Nachrichtendienstes Reuters haben in den vergangenen Wochen Gesetzgeber und Interessensgruppen unter der Hand aus dem Weißen Haus erfahren, dass man dort über entsprechende Steuersubventionen für Atomkraftwerksbetreiber nachdenke. Diese Subventionen könnten in Form von „Produktionssteuergutschriften“ Anwendung finden.

Geheime Quellen schüren Mutmaßungen

Der Nachrichtendienst beruft sich dabei allerdings auf verschiedene anonyme und vertrauliche Quellen, die mit den laufenden Diskussionen vertraut sein sollen. Die Regierung hält sich mit Bestätigungen oder Statements zurück. Allerdings gab es auch noch keine Dementi – das lässt Platz für Interpretationen.

Ein konkreter Name aus Politikerreihen, der aus der Gerüchteküche nach außen drang, ist der von  Joe Manchin, Senator in West Virginia, Demokrat und einflussreiche Stimme im Senat. Er gilt als Unterstützer der geplanten Kredite. Doch auch von seiner Seite hält man sich mit einer offiziellen Aussage zurück.

Vergünstigungen für die Klimarettung

Aktuell sind in den USA 90 Kernreaktoren in Betrieb, die – in Relation zu anderen Stromquellen – den größten Anteil der emissionsfreien Energie stemmen. Allerdings stehen einige dieser Anlagen vor der Schließung: Sowohl die hohe Konkurrenz aus regenerativer Stromerzeugung als auch die steigenden Wartungs- und Sicherheitskosten für die in die Jahre gekommenen Reaktoren machen die Produktion von Atomstrom für die Betreiber stetig teurer und auf Dauer unwirtschaftlich.

Solche Kernkraftwerke vor der Schließung zu bewahren, ist deshalb ein wichtiger Baustein der Klimaagenda der US-Regierung, denn die Abschaltung von Kernreaktoren zum jetzigen Zeitpunkt hätte zur Folge, dass das Erreichen der hoch gesteckten Klimaziele der US-Regierung erschwert würde. Die sehen vor, dass die US-Energiewirtschaft bis zum Jahr 2035 emissionsfrei ist. Ein sportliches Ziel, das ohne die Förderung von regenerativen Energien (und letztlich auch Atomstrom) kaum zu erreichen sein dürfte.

Billionensummen für saubere Energien

Subventionen würden sich in die Planungen von US-Präsident Joe Biden einfügen. Der hatte Investitionen von 2,3 Billionen USD in Infrastruktur und Arbeitsplätze angekündigt, die in Verbindung mit Maßnahmen und Technologien zur Senkung der CO2-Emissionen stehen.  Dazu gehören neben den Energieerzeugern auch Unternehmen, die moderne Energiespeicherzellen herstellen, etwa Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge oder zur Zwischenspeicherung von Strom. Steuervergünstigungen genießen in den USA bereits die Betreiber von Windkraftanlagen und Solarparks.

Biden versprach in seiner Klimakampagne, mehr Investitionen für die Erforschung neuer, fortschrittlicher (und vor allem: sicherer) Kernkraftwerke auf den Weg zu bringen. Zusätzlich wird ein Entwurf zur Rettung der vorhandenen Reaktoren entwickelt, um möglicher Stromknappheit vorzubeugen.

Bidens Infrastrukturplan sieht dazu sogar ein Instrument, den Clean Energy Standard (CES) vor, der bestehende Kernkraftwerke unterstützen könnte. Der CES ist in Kombination mit Steuergutschriften denkbar, die an eine schrittweise Umsetzung von Zielen zur Senkung der Emissionen bis auf den Nullpunkt gekoppelt sind.

Erste Kraftwerkschließungen verschärfen die Lage

Derweil sind Kernkraftwerke wie „Indian Point“ (New York) bereits heruntergefahren worden; in Illinois plant die Betreibergesellschaft Exelon Corp. aus Kostengründen die Abschaltung mehrerer Reaktoren zum Herbst 2021. Um die Betreiber weiter bei der Stange zu halten, wären Subventionen also ein willkommener Deal – die Kraftwerke in Illinois zum Beispiel könnten dadurch gerettet werden. Vorerst verzeichneten deren Unternehmensaktien auf die Ankündigungen der geplanten Schließungen hin merkliche Verluste.

Atomkraft als Wirtschaftsmotor

Nicht zu vergessen ist der Fakt, dass die Kernkraftwerke wichtige Arbeitgeber sind. Beschäftigte in den gut bezahlten Jobs sind in starken Gewerkschaften organisiert, die sich natürlich für Joe Bidens Klima-Visionen stark machen. Die Schließung von Kernkraftwerken würde schließlich nicht nur die Klimaziele gefährden, sondern zugleich Arbeitsplätze vernichten und der jeweiligen lokalen Wirtschaft einen Rückschlag versetzen.

Folgen an der Börse: Uran-Aktien im Aufwind

Obwohl es sich bei all den Spekulationen um eine mögliche Atom-Subvention gegenwärtig noch um unbestätigte, wenn auch sehr plausible Planungen handelt, reagierten die Börsen positiv auf die Gerüchte rund um die mutmaßlichen Subventionspläne: Die Aktien wichtiger Uran-Unternehmen verzeichneten nennenswerte Kursgewinne.

So legte beispielsweise NexGen Energy um ca. 12 Prozent zu, Denison Mines konnte ein Plus von ca. 11 Prozent verbuchen. Uranium Energy, Energy Fuels brachte es auf einen  Anstieg von 6,5 Prozent.  Auch „uranhaltige“ ETFs wie der Utilities Select Sector SPDR Fund, Global X Uranium ETF und der Uranium+Nuclear Energy ETF profitierten von der Marktreaktion.

Uran: Ein heißbegehrtes Element

Ganz klar: Ohne Uran funktioniert kein Atomkraftwerk. Umso wichtiger ist es, dass die Versorgung der Unternehmen mit dem wichtigen Rohstoff weiterhin gesichert bleibt, und zwar in den benötigten Mengen: Während die USA um den Erhalt ihrer Atommeiler werben, werden anderswo auf der Welt neue Atomkraftwerke gebaut. Aktuell sind weltweit 53 neue Meiler im Bau; 442 waren im vergangenen Jahr am Netz.

All diese Kraftwerke brauchen „Brennstoff“ in Form von angereichertem Uran. Das wird aus Natururan gewonnen. Damit den Kraftwerken das Material nicht ausgeht, sind an den Uran-Zentren der Welt Förderbetriebe und Explorer auf der Suche nach dem wertvollen Energierohstoff. In Kanada beispielsweise erkundet Skyharbour Resources Inc. diverse Projekte nach dem Bodenschatz.

Skyharbour Resources: Uran aus dem Athabasca-Becken

Der umtriebige kanadische Uran-Explorer ist im kanadischen Athabasca-Becken - einer Region auf dem Gebiet der Provinzen Alberta und Saskatchewan, die als wichtiger globaler Hotspot für den Uranabbau gilt – gleich mit einer ganzen Reihe von Uran- und Thorium-Projekten aufgestellt. Diese werden zum Teil eigenständig, zum Teil anteilig per Earn-in-Abkommen oder Joint-Venture bearbeitet. Die Gesamtfläche der Skyharbour-Liegenschaften beträgt 240.000 Hektar.

Die Explorationen werden zum Teil durch erhebliche historische Vorarbeiten gestützt: Man forscht also nicht auf der grünen Weise, sondern verfügt über belegbare Beweise über das Vorhandensein von Uran-Mineralisierungen. Einzig deren genaue Lage und Gehalte gilt es, mit modernen technischen Methoden zu ergründen. Dabei spielen Explorationsbohrungen eine wichtige Rolle.

Moore Uranium Project – Diamantbohrprogramm startet

Erst Anfang der Woche hatte Skyharbour die Mobilisierung von Bohrgeräten auf seinem zu 100 Prozent gehaltenen Flaggschiffprojekt „Moore Uranium“ gemeldet. Dort sollen sowohl die bekannte Hauptmineralisierung an der sogenannten „Maverick“-Zone als auch eine Reihe neuer Ziele erforscht werden.  Das 35.705 Hektar große, infrastrukturell günstig gelegene „Moore Uranium“-Projekt hatte Skyharbour 2016 vom großen Mitbewerber Denison Mines übernommen, dessen Projekt „Wheeler River“ in nur 15 Kilometern Entfernung liegt. (Denison Mines ist außerdem ein wichtiger strategischer Investor bei Skyharbour Resources.)

Der bislang von Skyharbour Resources selbst ermittelte Spitzenwert aus der Maverick-Zone lag bei 6,0 Prozent Triuranoctoxid über 5,9 Meter, darin ein 1,5-Meter-Abschnitt zu 20,8 Prozent Triuranoctoxid aus 265,0 Metern Vertikaltiefe. Darüber hinaus liegen diverse Messwerte aus historischen Bohrungen vor, auf deren Grundlage nun das Diamantbohrungs-Explorationsprogramm geplant wird. Die nächsten Wochen und Monate sollten einen spannenden Newsflow über das Potenzial von „Moore Uranium“ bereithalten. Man arbeitet auf ein Ressourcenziel von 50 Millionen Pfund Uran hin.

Im Hinblick auf die spätere Entwicklung des Projektes ist die geologische Ähnlichkeit zum erwähnten „Wheeler River“-Projekt spannend. Dort kann zur Urangewinnung der sogenannte „In-Situ-Auslaugungsprozess“ angewendet werden. Möglicherweise ist das auch in „Moore“ möglich, was ein entscheidender Faktor zur Kostenreduzierung wäre.

Weitere Projekte und Partner

Für das Areal „South Falcon Point“ strebt  Skyharbour Resources im laufenden Jahr eine Erstressource an. Derweil werden die Projekte „Hook Lake“ (vormals: „North Falcon Point“), „Preston“ und „East Preston“ jeweils mit Partnerunternehmen untersucht. Dass Skyharbour auf Partnerschaften baut, hat wichtige strategische Gründe: Auf diese Weise kann in kurzer Zeit die insgesamt riesige Landfläche untersucht werden.

Dabei hat Azincourt Energy seine Earn-in-Option vor „East Preston“ bereits erfüllt und exploriert fortan als Joint-Venture-Partner mit einem 70-prozentigen Anteil an dem Projekt. Auf diesem wurden bereits drei leitende Korridore und diverse Anomalien festgestellt, die auf Uranmineralisierungen hindeuten. Ein entsprechendes Abkommen mit Orano Canada für „Preston“ befindet sich aktuell noch im Earn-in-Status. Auf dem Projekt „Hook Lake“ hatte das australische Partnerunternehmen Valor Resources Ltd. jüngst die Luftvermessungsarbeiten als Teil seiner Explorationsaktivitäten abgeschlossen. Auch für „Hook Lake“ gibt es spannende historische Messungen. Valor kann beim Earn-in-Abkommen 90 Prozent an Hook-Lake erwerben.

Skyharbour ist ein rundum spannender Kandidat für Investoren, die kurzfristig die Chance nicht verpassen wollen, die der Hype um die amerikanischen Atomsubventionen auf dem Börsenparkett auslösen. Doch auch mittel- und langfristig sollten sich Uran-Werte im Portfolio gut machen: Insgesamt zeigt der Markt Anzeichen für anhaltenden Optimismus – und ein Zukunfts-Rohstoff wird Uran sicherlich solange bleiben, bis regenerative Energien effektiv Kohlestrom ersetzen können. Wer sich im Detail über Skyharbour Resources Inc. Und die Situation am Uran-Markt informieren will, findet hier einen ausführlichen Research Report:

https://www.miningscout.de/wp-content/uploads/2020/10/Research_Report_Skyharbour_2021.pdf

Dieser Artikel von Florian Munsch ist erstmalig am 12.05.2021 auf www.goldgeldwelt.de erschienen, unter dem Titel: „Gerüchte über US-Atomstrom-Subventionen pushen Uran-Werte wie Cameco, NexGen, Denison, Uranium Energy, Energy Fuels und Skyharbour Resources“.

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Redaktion

Goldgeldwelt.de ist ein Investment-Informationsportal mit Fokus auf Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe. Chefredakteur Florian Munsch ist Kapitalmarktexperte, Investor und Journalist und findet zusammen mit seinem Team potenziell lukrative Investmentideen für deutschsprachige Anleger

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